Selbsterfahrung für mehr Empathie: Besonderes Frühstück an der Pflegeschule

Ein außergewöhnliches Frühstück bot unseren Schülerinnen und Schülern der Pflegeschule eine wertvolle Lernerfahrung. Unter dem Leitgedanken „Wie fühlt sich der Alltag mit einer Behinderung an?“ stand das bewusste Erleben im Mittelpunkt. Durch praxisnahe Selbsterfahrungsübungen simulierten die Teilnehmenden unter anderem Blindheit, Taubheit, partielle Lähmungen sowie weitere körperliche Einschränkungen.

Bei einem gemeinsam vorbereiteten Frühstück konnten die Schülerinnen und Schüler zunächst individuelle Erfahrungen sammeln. In einem zweiten Abschnitt übernahmen sie Verantwortung füreinander: Die Versorgung erfolgte dabei ebenfalls unter erschwerten Bedingungen, da auch die unterstützende Person selbst mit einer Einschränkung agierte. Ergänzt wurde das Projekt durch einen gegenseitigen Rundgang durch die Räumlichkeiten der Pflegeschule, bei dem die Schülerinnen sich in vollständiger Blindheit führten.

Die Eindrücke waren intensiv und nachhaltig. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich überrascht, wie herausfordernd selbst kleinste Alltagssituationen mit einer Beeinträchtigung sein können. Diese praxisnahen Erfahrungen fördern nicht nur Empathie und Sensibilität, sondern vertiefen auch das fachliche Verständnis – ein zentraler Baustein für eine fundierte und zukunftsorientierte Ausbildung in der Pflege.

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