Am 23. Juli 2021 feierte das Sozialwissenschaftliche Gymnasium des Kolping-Bildungszentrums Heilbronn das Abitur seines mittlerweile zehnten Jahrgangs. Unter dem Motto „The greatest ABI“ versammelten sich die 42 Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Angehörigen in Untereisesheim, um die Abiturzeugnisse überreicht zu bekommen.

Gleich zu Beginn ihrer Begrüßungsrede verwies die Schulleiterin Anja Biller auf die besonderen und besonders schwierigen Umstände des Schuljahres 2021 – und damit auch auf die besondere Leistung der Abiturientinnen und Abiturienten: „Hinter Ihnen liegen Zeiten der Unsicherheit und der Isolation, Lebensgewohnheiten, die sich massiv verändert haben: Sie haben in einer Zeit Abitur geschrieben, in welcher sich Menschen Sorgen um die Zukunft, um die Gesundheit ihrer Familien und Freunde machen. Volle Kassenzimmer gab es selten, dafür Stille, phasenweise: gespenstische Ruhe. Unter diesen Umständen haben gerade Sie es verdient, Ihr Abiturzeugnis in einem würdigen und wertschätzenden Rahmen überreicht zu bekommen.“ Und in der Tat: Auch der zweite Corona-Jahrgang musste mit allen Auswirkungen der Pandemie, neuerlichen Lockdowns und immer neuen Regulierungen zurechtkommen – und tat dies. Auf bravouröse Weise. „Mehr als 50 % des Jahrgangs“ so Anja Biller, „haben das Abitur 2021 mit einer Auszeichnung bestanden. Acht Belobigungen und fünfzehn Preise darf ich in diesem Jahr überreichen. Der gesamte Jahrgang hat mit einem Durchschnitt von 2,2 abgeschlossen. Ich bin sehr stolz auf diesen Jahrgang.“

Im Festsaal von „Rauers guter Stube“ in Untereiseseim traf sich der Jahrgang – zwar eingeschränkt durch die geltenden Regelungen, aber nicht minder feierlich. Mit jeweils zwei stolzen und strahlenden Begleitpersonen kamen die 44 Abiturientinnen und Abiturienten, um ihre Zeugnisse überreicht zu bekommen – drei Mal dabei: die Traumnote von 1,0 für die Jahrgangsbesten Hannah Schneider, Amelie Bohner und Marius Weigt. In ihrer Abiturientenrede dankten Leonie Drießner und Lisa-Maria Schwab nicht nur der Schule, den Lehrkräften und den Eltern, sondern verwiesen eindringlich auf die Leistung ihres Jahrgangs, auch: auf dessen besondere Verantwortung, sich aktiv und engagiert, beharrlich und klug einzubringen in den gesellschaftlichen Diskurs. „Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen,“ gab Anja Biller ihren Schützlingen abschließend mit, „das eine bedeutet Gefahr, das andere Gelegenheit. Ihr Jahrgang hat sich für letzteres entschieden. Sie haben in der Kursstufe Selbständigkeit, Disziplin, Gewissenhaftigkeit, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz unter Beweis gestellt – Eigenschaften, die im Leben wichtiger sind als gute Noten.“ Und so entlässt das Sozialwissenschaftliche Jahrgang 2021 einen Jahrgang, der vielleicht zu Recht von sich behaupten kann, „The greatest Abi“ erreicht zu haben, und dem wir von Herzen alles Gute wünschen.